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Bildungsstätte Sommeri: bilden, wohnen, arbeiten.
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In Einzimmerappartments wird die Möglichkeit gegeben, sich auf ein
eigenständiges Leben in einer Wohnung vorzubereiten. Wenn der Schritt, in
eine Wohnung umzuziehen, bevorsteht, werden die BewohnerInnen von den
SozialpädagogInnen unterstützend begleitet.
In dieser Übergangsphase treten bei den BewohnerInnen oft Ängste auf. Sie sind nicht sicher, ob sie diese neue Lebenssituation meistern werden und benötigen deshalb eine entwicklungsfreundliche und bejahende Beziehungsstruktur. Dies ist ein entscheidender Faktor für die konstruktive Umsetzung der Bedürfnisse. In allen Wohnformen legen wir grossen Wert auf soziale Kontakte und auf Integration innerhalb und ausserhalb der Institution. |
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Anneliese Torghele |
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Anneliese Torghele hatte eine Odyssee durch verschiedene Heime hinter sich,
als sie 1977 in die Bildungsstätte Sommeri kam. Dort wollte man sie in der
Werkstatt einsetzen. Sie aber bevorzugte weiterhin eine Arbeit unter freiem
Himmel. Schliesslich arbeitete sie jahrelang auf Bauernhöfen. So bekam sie
in der Gärtnerei eine Arbeitsstelle. Seit 26 Jahren ist sie diesem
Arbeitsbereich treu geblieben. In Bewegung blieb ihre Wohnadresse. Damals, erinnert sich Anneliese Torghele, sei sie in die "Blaue Gruppe" zu wohnen gekommen. in diese habe sie aber nicht gepasst. Deshalb zog sie in die Aussenwohngruppe Holdergarten in Sommeri um. Hier wohnte sie während ungefähr neun Jahren in einer Gruppe mit bis zu zehn Leuten. Dann wechselte sie für ein Jahr in die Drei-Personen-WG Gunda nach Romanshorn. Aber das konnte nur ein Zwischenhalt sein. |
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| Anneliese Torghele steuerte geduldig auf ihren Wohnwunsch
zu: die eigene Wohnung. Im Sommer 1996 war es dann so weit. Von Ihrer Wohnung in Romanshorn, die nur wenige Meter vom Zentrum entfernt ist, geniesst sie den Blick auf den Hafen und den Säntis. Entscheidend für Anneliese Torghele ist, dass sie endlich ihre eigenen vier Wände und ihre Ruhe hat. Nun kann sie ihr Leben nach eigenem Gusto gestalten. Dass ihr das bestens gelingt, freut sie sichtlich. Langeweile kennt sie nicht. Wieder in einer Gruppe leben möchte sie keinesfalls. Sie sagt: "Do isch jetzt mis Näschtli." Das mag etwas süsslich tönen, aber Anneliese Torghele steht mit beiden Beinen im Leben. |
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